Nachtsonne- Ausstellung

24. Juni 2010

Nachtsonne, eine Installation von

von Agnes Domke

Mittwoch, 03.11.10 – Eröffnung 19 Uhr

im K-Salon, Bergmannstrasse 54, 10961 Berlin

geöffnet 04.11.- 23.11.10 Mo- Fr 11- 16 Uhr

Webfoto Nachtsonne

Die Nachtsonne ist eine allein stehende mexikanische Reinemachefrau, die im Keller der Galerie wohnt. Sie reinigt in der Nacht, nicht nur diese Galerie sondern auch hier und da in der Umgebung ein paar weitere Orte und arbeitet hart, um am nächsten Morgen neu zu erstehen. Sie weiß um Einiges, was hier in der Gegend verloren wird und findet Dinge, die von anderen schon aufgegeben waren.

Die Installation ist geeignet, sich lang auf dem Bett der Nachtsonne auszustrecken und über das Lost und Found im eigenen Leben nachzusinnen.

Rosen und Jugend

16. Dezember 2009

„Rosen und Jugend“, Installation im November 2009 im Uhrwerk, Kolonie Wedding, Berlin

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Ein halbdurchsichtiges Sommerzelt, insektensicher, und selbst wie ein Kokon, lädt dazu ein, sich hineinzulegen und über das jünger und älter werden nachzudenken. Je tiefer man sich aber in dieses Zelt hinein ausstreckt und die Seele dabei aufatmen lässt, umsoviel jünger fühlt man sich.

Fotos: Agnes Domke

Ein Zelt aus Holzstäben und Gazevorhängen mit Kissen darin enthält viele Stadien einer Menschwerdung. In seinem Himmel hängen Gegenstände meiner Kindheit, die mit Texten verbunden sind, Geheimnissen, Kindheitserinnerungen. Über Kopfhörer hört man einen Text, der Lichter auf die Lebensjahre meiner Jugend und des Erwachsenwerdens wirft.

Material: Holzstäbe, Gardinen, Kissen, Stoff, Birkenrinde, Schallplatte, Gitarrensaite, Pappwürfel, Plastikwürfel, Waschlappen, Stoppuhr, Wecker, Klebertube und andere Gegenstände aus Papier, Karton und Holz

Ausstellung – Allmutter

03. November 2009

Malerei / Installation / Performance
von Agnes Domke, Niina Braun, Wu Zhi

allmutter

Freitag, 27.10.09 – Eröffnung 19 Uhr
Samstag, 28.11.09 und Sonntag, 29.11.09 – 14-18 Uhr
im Uhrwerk, Soldinerstr. 103, Berlin-Wedding

Schutzmantelmadonna

11. September 2009

„Schutzmantelmadonna“, Installation, September 2009, Loophole, Berlin Neukölln

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In den Auslagen eines vormaligen Bordells thront eine Schutzmantelmadonna. Erst wurde in der Wand beim Renovieren ein Loch gefunden, das bald die Ausmaße einer Grotte annahm und in dem, offenbar wie im Zeitraffer, Farben wuchsen wie anderswo über Zeitalter hinweg Edelsteine. Der Ort wurde zu einem Wallfahrtsort umso mehr, als die Madonna unter ihrem Mantel Schutz und Überlebensratschläge bietet.

Audiofile: SchutzMantelMadonna-MP3

Fotos: Agnes Domke

Die Madonna ist dem Vorbild einer ukrainischen Maphorionikone nachgebildet. Ihr Mantel hat ungefähr die Größe eines gemütlichen 2- Personenzeltes (Durchmesser: 2,5 Meter, Gesamthöhe 2,70 Meter). Im Mantel befinden sich Sitzkissen. Man kann es sich dort gemütlich machen und sich die Audiofiles anhören (ein Gespräch über Kunst und Prostitution und einen Traumtext, zu hören über je einen CD-Walkman mit Kopfhörern).In ihrem Rock sind Spruchbänder angebracht, die Tipps geben, was im Falle eines Nervenzusammenbruchs zu tun ist.
Es ist eine Schutzmantelmadonna für Künstler, Prostituierte und Wahnsinnige.

Materialien: Draht, Pappe, Stoff

News

02. Oktober 2008

„News“ Installation, Uue Kunsti Muuseum, Pärnu Oktober 2008

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Foto: Annu Wilenius

Eine estnische Zeitung aus dem Jahr 2002, die zu einer großen Wandzeitung zusammengefügt ist, klebt an der Museumswand. Nachdem der Besucher „was soll das?!“ zu sich selbst gesagt hat, tritt er näher heran und sieht, dass an den Zeitungsseiten etwas verändert worden ist. Private Fotos und kleine Textabschnitte, die mit Estland, der Mongolei und dem Privatleben der Künstlerin zu tun haben, sind unter die Artikel und Zeitungsfotos gemischt. Sie helfen dem geübten Museumsbesucher, Ereignisse aus dem Jahr 2002, die das Schicksal in einer Zeitung zusammen gebracht hat, sinnvoll untereinander zu verknüpfen.

Materialien: Zeitungen, Fotokopien, Klebestreifen

News 2

Foto: Agnes Domke

Ambition. These are so gracious and ambitious children. Six years ago I shared 3 rooms in a wooden house in Tartu with two young Estonian women.One of them was learning for her A levels sitting shaking with cold under the blankets of a large marriage-bed in a gloomy room consisting only of the bed and an old huge black kitchenstove. „We were teached by our parents ambition, to learn and work as hard as we can to get a good education, for that we could later on do good for our country, for that small Estonia would be strong and recognized one day.

Ambitsioon. Need on nii heasoovlikud ja ambitsioonikad lapsed. Kuus aastat tagasi jagasin ma Tartus ühes puumajas kolme tuba kahe noore Eesti naisega. Üks neist õppis eksamiteks suures abieluvoodis tekkide all külmast värisedes oma sünges toas, mis koosnes ainult voodist ja suurest vanast mustast pliidist. „Meile oli eeskujuks meie vanemate edasipüüdlikkus võimalikult kõvasti õppida ja töötada hea hariduse nimel, et me saaks hiljem oma riigile kasulikud olla, et väike Eesti saaks ühel päeval tugevaks ja tunnustatuks”.